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Sozialgericht
stärkt die Rechte von Schmerzpatienten.
Danach hat ein Schmerzpatient das Recht in einer
schmerztherapeutischen Klinik
behandelt zu werden,
er
muß
also nicht
irgendeine der sonst üblicherweise angebotenen Rehabilitationen akzeptieren
sondern kann unter Hinweis auf das Urteil
gleich Widerspruch einlegen.
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gelangen Sie zu dem Urteil (dieses gilt sinngemäß natürlich nicht nur für die
Rentenversicherungen sondern auch für Krankenkassen), das mittlerweile
rechtskräftig ist. Pressemitteilung dazu:
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Complex Regional Pain Syndrome (www.complex-regional-pain-syndrome.de),
CRPS (www.crps-type.com),
Face Pain (www.face-pain.com)
low back pain (www.low-back-pain.net),
Prosopalgia (www.prosopalgia.de),
Reflex Sympathetic
Dystrophy Syndrome (www.reflex-sympathetic-dystrophy-syndrome.de),
Sudeck atrophy (Sudeck`s
atrophy) (www.sudeck-atrophy.com),
Sudeck disease (Sudeck`s
disease) (www.sudeck-disease.com,
Sudeck dystrophy (Sudeck`s
dystrophy) (www.sudeck-dystrophy.com)
Die wichtigsten Schmerzthemen zusammengefaßt:
Arthritis:
http://www.arthritis-information.de Arthrose:
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Armschmerzen:
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Bandscheibenvorfall:
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Beinschmerzen:
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Borreliose:
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Brustwirbelsäulensyndrom:
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Brennende Füße:
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CRPS:
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Fibromyalgie:
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Altstadt von
Bad Mergen theim |
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ARMSCHMERZ
Hauptsächlich geht ein
Armschmerz von folgenden Erkrankungen aus:
-
Vertebrageninduzierter (= von der
Wirbelsäule
ausgehender),
chronischer Armschmerz
(unteres
HWS-Syndrom,
Zervikobrachialgie,
Nacken-Schulter-Arm-Syndrom
bzw.
Schulter-Arm-Syndrom)
-
Epicondylitis (Tennisellbogen,
Golferellbogen)
-
Engpaßsyndrome
(Skalenussyndrom,
Hyperabduktionssyndrom)
-
Morbus Sudeck bzw.
Schulter-Hand-Syndrom
-
Brachialgia
paraesthetica nocturna
-
Neuritis
des Plexus brachialis (neuralgische
Schulteramyotrophie)
-
Plexusneuralgie
-
Ar
mschmerz nach
Mastektomie
(= operative
Brustentfernung)
-
Chronischer
Armschmerz nach Bestrahlung
-
Karpaltunnensyndrom
-
Ar
mschmerz nach
Schlaganfall (Hemialgesie
bzw.
Hemialgie)
1. Der
vertebrageninduzierte (= von der
Wir belsäule
ausgehende)
Ar
mschmerz
kommt am häufigsten vor. Er tritt im Rahmen eines unteren
Zervikalsyndrom
s auf (auch als Zerviko-
Brachialgie,
Schulter -
Arm -Syndrom oder
Nacken -Schul ter-Ar m-Syndrom bezeichnet).
Da
die Wurzeln C6-8 und Th1 betroffen sind, können Beschwerden bis in den
Klein
finger ausstrahlen. Richtungsweisende
Schmerzen im Nac ken - oder
Schulterbereich müssen nicht zwingend vorhanden sein.
Streng genommen geht die Zerviko-B rachialgie
mit
einer radikulären Symptomatik (= Krankheitszeichen infolge einer
Nervenschädigung)
einher (Debrunner 1988).
Die pseudorad ikuläre Ausstrahlung
(= Schmerzausstrahlung infolge eines scheinbar
geschädigten Nervs) in die
Arme fällt
noch unter den Begriff "Zervikal-Syndrom". Ein vertebragen induzierter Ar
mschmerz spricht am besten auf die kontinuierliche, retrograd hohe Blockade des
Plexus
brachialis mit Katheter an (siehe unten).
2. Epikondylitis
radialis humeri - Bei
dieser relativ häufigen Erkrankung klagen die Patienten über Schmerzen im
Bereich des Epicondylus radial is humer i
(= über dem
Ellenbogen
außen),
die sich bei Faustschluß und kräftiger Dorsalextension
(= Beugung in Richtung Hand
rücken)
im
Handgelenk
verstärken.
Nicht selten strahlen die Schmerzen in Unter- und/oder
Oberarm
aus, so daß dann der ganze Ar m
schmerzt. Regelmäßig besteht ein deutlicher Druckschmerz im Bereich des
ellenbogennahen äußeren
Unterarm
es.
Die Ursache des chronischen Entzündungszustandes im Bereich der
Sehnen
ansätze am Epicondylus lateral is
humer i
ist nicht geklärt; vieles spricht für eine
mechanische Auslösung (Tennisarm,
Tennisellenbogen).
Therapeutisch kann ein Versuch mit Infiltrationen mit einem örtlichen
Betäubungsmittel, auch mit Kortikoidzusatz, unternommen werden. Dabei muß
allerdings ein Kontakt der Kanülenspitze mit der Knochenhaut
unbedingt vermieden werden, da damit häufig heftigste, anhaltende
Schmerz
reaktionen ausgelöst werden
können.
Nicht selten hilft nur eine längerfristige
kontinuierliche
Pl exus brachial is-Blockade mit Katheter (siehe unten).
Auch eine Behandlung mit
Röntgenstrahlen kann schmerzlindernd sein (Thomalske 1991). Manchmal ist
auch eine deutliche Besserung durch die Iontophorese
(= Einbringung eines Arzneimittels durch die Haut
mit Hilfe von Gleichstrom) (z.B. mit
Diclofenac) zu erzielen.
Die Behandlungsmaßnahmen eignen sich in gleicher Weise
für die seltenere Epicond ylitis
ul naris humer i (Golferellenbogen,
Golferarm)
(= Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens).
3. Engpaßsyndrom
e:
Das
Skalenus-Syndrom entsteht
durch Kompression der Nervenstränge aus den Wurzeln C8-Th1 im Bereich der
Skalenuslücke (= Lücke zwischen
zwei
Muskeln im seitlichen Halsbereich), hauptsächlich durch eine Halsrippe,
aber auch durch Bindegewebsstränge oder höhergradige
Muskel
verspannungen.
Der Ar
mschmerz tritt deutlich belastungsabhängig auf, insbesondere bei
Zugbelastung (Tragen von Koffern, Taschen usw.). Die dominierenden
Schmerzlokalisationen sind ellenseitiger
Unterarm und
Hand. Im fortgeschrittenen
Stadium mit
Nervenläsionen (=
Nervenstörungen,
Nervenschädigungen)
treten Lähmungen der kleinen Hand
muskeln
auf. Durch zusätzliche Verengung der A. subclavia (= Schlagader unter dem
Schlüssel
bein) in der Skalenuslücke
können Mikroembolien (= kleinste
Blutgerinnsel) entstehen, die feine
Fingergefäße verschließen und eine vaskuläre Symptomatik
(= Krankheitszeichen bei Blutgefäßschädigung)
hervorrufen (Ostheim 1976).
Zur Therapie empfiehlt sich bei stark
verspannter Skalenusmuskulatur die wiederholte Infiltration mit einem
langwirkenden örtlichen
Betäubungsmittel, die Vermeidung von schmerzauslösenden
oder verstärkenden Belastungen, in hartnäckigen Fällen, insbesondere bei
Auftreten eines neurologischen Defizits
(= gestörte Nervenfunktion), eine
Operation.
Der Pl exus brachial is (= das
Armnervengeflecht) kann auch zwischen
Schlüsselbein und 1. Rippe komprimiert
(= eingedrückt)
werden. Besonders bei Rückführung der Schul ter
unter Zug, wie beim Tragen eines
Rucksackes, treten ausstrahlende Schmerzen auf.
Die Therapie besteht in
der Vermeidung von typischen Belastungen. Nur in seltenen Fällen wird man sich
zur operativen Entfernung der 1. Rippe entschließen.
Der Vollständigkeit halber
sei noch das sog. Hy perabduktionssyndrom erwähnt. Dieser Ar
mschmerz tritt bei Tätigkeiten auf, die über Scheitelhöhe ausgeübt werden (z.B. Arbeiten an der
Zimmerdecke). Die Ursache ist eine Kompression der Nerven des Armplexus zwischen Korakoid (= „Rabenschnabelfortsatz" am
oberen Schulterblattrand) und M.
pectoralis minor (= kleiner
Brust
muskel), nahe dem Ansatz.
Therapeutisch können Infiltrationen mit einem örtlichen Betäubungsmittel
unternommen werden.
4. Schul ter-H a nd-Syndrom. Nicht selten
geht ein Armschmerz von einzelnen
Gelenk
en in der
Schul ter-Ar m-Region aus und
strahlt dann in den gesamten Bereich aus, so daß es schwierig werden kann, den
primären Schmerzherd überhaupt zu finden (Debrunner 1988).
Typischerweise bestehen
Ruheschmerzen mit Schmerzverstärkung bei Belastung. Manchmal treten
vegetative Begleitsymptome wie Kälte, Zyanose
(= bläuliche Verfärbung)
oder Schwitzen auf, so daß die Unterscheidung von einer
Sudeck Dystrophie (Sudeck
Atrophie,
Morbus Sudeck,
CRPS Typ I bzw.
Komplexes regionales
Schmerzsyndrom Typ I)
(= eine spezielle schmerzhafte
Organstörung) schwerfällt, besonders
wenn Gewebsatrophien (= Gewebeschwund)
vorhanden sind.
Therapeutisch ist in der akuten Phase die Gabe von
nichtsteroidalen Antirheumatika (z.B. Naproxen) hilfreich. Vor allem beim
Vorliegen von vegetativen Begleiterscheinungen (z.B. Kälte, bläuliche
Verfärbung, Schweißbildung) hat sich im Rahmen der
therapeutischen
Lokalanästhesie die wiederholte Pl exusblockade
(= Betäubungen des Armnervengeflechts)
sehr bewährt. Zur Förderung der Durchblutung ist auch eine oberflächliche
Kältebehandlung mittels Kaltluftgenerator empfehlenswert.
Physiotherapeutische
Methoden (= Krankengymnastik und
Anwendungen) runden das
Behandlungskonzept ab.
5. Bei der sog.
Brachialgia paraestetica noct
urna
besteht ein Ar
mschmerz in Form von schmerzhaften Mißempfindungen, besonders während der Nachtruhe,
wahrscheinlich hervorgerufen durch vegetativ-vasomotorische (= Gefäße und Muskeln
betreffende) Dysregulation, meist als
Folge einer Fehllagerung („Parkbanksyndrom"). Je nach Ausmaß oder Häufigkeit der
Irritation oder Störung kann sich durchaus ein längerfristiger Armschmerz
einstellen. Therapiemöglichkeiten siehe unten.
6. Die
Neuritis
(=
Nervenentzündung)
des Pl exus brachial is (neuralgische
Schulteramyotrophie)
(= En tzündung
des Armnervengeflechts)
soll allergisch entzündlicher Ursache sein (Thoden 1987). Der Ar
mschmerz
setzt plötzlich ein und imponiert als akute Zerviko-B rachialg ie
(= Nac
ken-
Schulter-Arm-Schmerzen).
Nach mehreren Tagen treten Lähmungen von Schul ter- und Armmuskeln auf,
Sensibilitätsstörungen (=
Gefühlsstörungen) kommen höchstens in
20-30 % vor. Die Prognose (=
Vorhersage, der Verlauf) ist günstig,
die motorischen Ausfälle (= Lähmungen)
bilden sich von selbst langsam (über Monate) zurück.
Zur Therapie werden
Antiphlogistika (z.B. Phenylbutazon, Salicylate)
(= entzündungshemmende Mittel)
bzw. nichtsteroidale Antirheumatika (z.B. Diclofenac, Indometazin) eingesetzt,
oder interskalenäre Pl exusblockaden (=
Betäubungen des Armnervengeflechts im seitlichen Halsbereich)
durchgeführt. Im akuten Stadium ist das Mittel der Wahl Cortison
(z.B. 60 mg Prednisolon/Tag, dann über 2 Wochen rasch absteigend dosieren).
7. Die echte
(idiopath ische) Plexu sneuralgie
(=
schmerzhaftes Armnervengeflecht)
mit attackenförmigem Schmerzcharakter
ist ein sehr seltenes Krankheitsbild. Die Therapie erfolgt primär medikamentös.
Das Mittel der Wahl ist Carbamazepin
(= ein Mittel gegen die Fallsucht, aber auch bei
diesem Schmerz wirksam).
Gabapentin (Neurontin®) oder Pregabalin (Lyrica®) wirken oft besser, sind aber deutlich teurer. Bei
Auftreten unerwünschter Nebenwirkungen in höherer Dosierung kann Carbamazepin
oder auch Gabapentin bzw. Pregabalin mit Baclofen
(= ein im Gehirn / Rückenmark wirkendes Mittel
zur Muskelentspannung) kombiniert
werden.
8. Relativ häufig
tritt ein starker
Ar
mschmerz nach
radikaler
Mastektomie
(= operative Entfernung der weiblichen Brus t mit
Ausräumung der Achselhöhle) auf,
bedingt durch Plexuskompression infolge einer Lymphabflußstörung. Der A
r m ist
dabei unübersehbar stark ödematös aufgequollen.
Zur Förderung des Lymphabflusses
wird der A
r m mittels einer Handschlinge an einem Gestell (Bettgalgen,
Infusionsständer) mehrere Tage permanent über die Horizontale angehoben. Zur
Unterstützung der abschwellenden Maßnahmen dient die Gabe eines milden
Diuretikums (= harntreibendes Mittel)
sowie regelmäßige manuelle Lymphdrainage.
Zusätzlich können interskalenäre
Blockaden des Pl exus brachial is durchgeführt werden. Nach Teilabschwellung
gelingt dann häufig auch die Implantation eines
axillären
Plexuskatheters, der
für weitere 10-14 Tage regelmäßig mehrmals täglich mit 10-15 ml Bupivacain
bedient wird (siehe unten). Mit den genannten Therapiemaßnahmen kann in fast
allen Fällen eine zufriedenstellende Schmerzsituation herbeigeführt werden.
9. Armschmerz nach Bestrahlung
(Plexusneuritis). Heftige
Pl exusschmerzen mit neurologischen Defiziten
(= Zeichen einer Nerv enstörung,
-schädigung) können auch Folge einer
Röntgenbestrahlung der supraklavikulären
(= oberhalb des Schlüsselbeins)
oder Achselhöhlenregion bei Br ustkrebs sein.
In der Regel ist das subkutane
Gewebe derb fibrosiert (Strahlenfibrose)
(= Verhärtung des Hautuntergewebes).
Hinzu kann eine Lymphschwellung des Armes treten. Bei fehlender oder gering
ausgeprägter Fibrosierung muß eine Pl exuskarzinomatose
(= Durchsetzung des Armnervengeflechts mit
Tochtergeschwülsten) in Betracht
gezogen werden.
Die Behandlung ist sehr schwierig. Bei strahlenbedingten
krankhaften Hautveränderungen ist das Entzündungsrisiko bei Durchführung von Ner venblockaden stark erhöht. Peripher wirkende
Analgetika
(= Schmerzmittel die überwiegend nur im Schmerzbereich wirken)
sind meist ungenügend wirksam.
Nach Thoden (1987) bleiben nur die
epidurale (= rückenmarknahe)
elektrische Rückenmarksreizung oder die hochzervikale Chordotomie
(= operative Durchtrennung der Schmerzbahn im
oberen Rückenmark).
10.
Zu erwähnen wäre noch das
Karpal-Tunnel-Syndrom,
das manchmal auch in den ganzen Ar m einstrahlen kann.
11.
Auch nach einem Schlaganfall
kann es zu einem Ar
mschmerz (chronischer) kommen.
Medikamentöse Behandlung
bei einem Armschmerz:
Akut und subakut können beim Ar
mschmerz
zunächst (vorwiegend) peripher wirkende Analgetika
(= Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken)
eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale Antirheumatika (=
Rheumamittel),
aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende wie z.B. Mobec®).
Besonders magenschonend und auch entzündungshemmend sind die sog. COX-2
Inhibitoren, z.B. Parecoxib (Dynastat®)
oder Etoricoxib (Arcoxia®),
allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden
zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib
und
Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon andere
Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Bei stärkeren
schmerzhaften Muskelverspannungen können darüber hinaus auch Muskelrelaxanzien
(= Mittel zur Muskelentspannung) (z.B.
Norflex®, Mydocalm®) verordnet werden.
Manchmal sind aber die Schmerzzustände nur
mit zentralwirkenden Analgetika (z.B. Tramadol, Valoron N®)
oder auch Morphin
(= im Gehirn bzw. Rückenmark wirkende
Schmerzmittel) beherrschbar.
Grundsätzlich sollte aber auch beim Ar
mschmerz eine längerfristige
Schmerzmittelverordnung wegen der Gefahr der Gewöhnung oder gar
Schmerzmittelabhängigkeit
vermieden werden. Die Kombination mit schmerzdistanzierenden
Antidepressiva
(= Mittel gegen Depression, aber auch
bei chronischen Schmerzen wirksam) (z.B.
Doxepin, Maprotilin) hilft in vielen Fällen Schmerzmittel einzusparen.
Bei einer entzündlichen Schmerzursache sind wiederholte, lokale
Cortison-Injektionen hilfreich.
Gegen
einen eher neuralgiformen (= anfallsartigen)
Ar
mschmerz wirken am besten sog.
Antiepileptika (= eigentlich Mittel gegen die
Fallsucht, aber auch beim diesem Schmerz hilfreich). Als erste
Wahl gilt heute Gabapentin (Neurontin®) oder Pregabalin (Lyrica®), als 2. Wahl Carbamazepin (z.B.
Tegretal®).
Therapeutische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel):
Die besten Therapieergebnisse beim
hartnäckigen Ar
mschmerz, der auf herkömmliche Therapiemaßnahmen kaum anspricht, werden mit der
therapeutischen Lokalanästhesie in Form der
kontinuierlichen Blockade des Pl exus brachial is erzielt, bei Beteiligung von
Schul ter
und
Halswirbelsäule in der sog. retrograd hohen Variante. Dabei
wird ein dünner Kunststoffschlauch (Katheter) nahe der Achselhöhle in die
Ner venscheide des Arm
nerven
geflechts eingepflanzt und innerhalb derselben noch
weiter nach oben vorgeschoben. Die Einpflanzung erfolgt durch eine
handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten" werden. In
der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der
vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos
nachgespritzt. Während dem Einspritzen und noch kurze Zeit danach wird der
Obera
rm mit einer Manschette abgestaut, so daß die Betäubungsmittellösung
innerhalb der Ner venscheide nach oben getrieben wird und so auch im
Schulterbereich und bei entsprechender Betäubungsmittelmenge sogar an der Halswir belsäule schmerzlindernd wirken kann.
Zur Schmerzbehandlung kann auch die kontinuierliche, interskalenäre
(= zwischen der
Muskulatur
im seitlichen, unteren Halsbereich) Blockade des
Pl exus brachial is durchgeführt werden, allerdings ist diese Methode mit einem
etwas größeren Risiko behaftet.
Das örtliche Betäubungsmittel wird
bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei
gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend
krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben.
Dass die
schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus
anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch
die sog. vegetativen Ner ven
betroffen sind, woraus eine sehr deutliche
Durchblutungssteigerung resultiert, die entzündlichen oder degenerativen
(= abnutzungsbedingten)
Prozessen nachhaltig entgegenwirkt.
Physikalische Therapie:
Auch eine Elektrostimulation kann beim
Armschmerz eine Beschwerdelinderung herbeiführen. Die transkutane
Nervenstimulation mit Niederfrequenzgenerator (TENS) hat den Vorteil,
daß sich die Patienten bei Bedarf selbst behandeln können. Die Elektroden werden
paarig über dem Schmerzbereich aufgeklebt. Durch Veränderung der
Stimulationsfrequenz und der Elektrodengröße kann die Wirkung optimiert werden.
Wir verordnen TENS grundsätzlich nur leihweise für 6 Monate, da erfahrungsgemäß
die Wirkung nach längerer Anwendung nachläßt.
Eine weitere physikalische
Behandlungsmöglichkeit ist die oberflächliche Kältetherapie im
Schmerzbereich. Wir verwenden einen elektrischen Kaltluftgenerator, dessen
Luftstrom auf ca.-10 bis-15 Grad C abgekühlt ist.
Manche Patienten mit einem Ar
mschmerz empfinden allerdings lokale Wärmeapplikationen (Rotlicht)
als besser wirksam. Warme Bäder können ebenfalls einen Armschmerz lindern.
Die Verordnung von Massagen
ist auch bei einem
Ar
mschmerz
nicht sinnvoll. Für den Patient
mag diese Behandlung zwar angenehm sein, aber unter schmerztherapeutischem
Aspekt bringt sie nichts und führt nur zu unnötigen Kosten.
Nahezu unverzichtbar ist dagegen
ist beim Armschmerz eine funktionserhaltende heilgymnastische
Therapie.
Andere Therapiemaßnahmen:
Der
Vollständigkeit halber darf die Akupunktur
(Schmerzakupunktur) zur Behandlung chronischer
Schmerzen im Ar m nicht unerwähnt bleiben.
Hypnoide
(= bewußtseinsverändernde)
Verfahren wie autogenes Training oder
progressive Relaxation nach Jakobson, ebenso ein Schmerzbewältigungstraining
sind bei
chronischen Schmerzen im
Rahmen einer psychologischen
Mitbetreuung eine sinnvolle Ergänzung der
Gesamtstrategie.
Die beschriebenen, invasiven
(= in den Körper eindringenden)
Therapiemethoden der
speziellen
Schmerztherapie setzen
eine sehr gründliche fachärztliche Ausbildung voraus, weshalb sie nur in
spezialisierten
Einrichtungen angeboten werden können. Insbesondere sind die
kontinuierlichen
Nervenblockaden
mittels eingepflanztem Katheter in Deutschland nur in
ganz wenigen
Schmerzzentren
(Schmerzkliniken)
durchführbar, so z.B. in Bad Mergen
theim.



Aktualisiert: 23.05.2006
k u
A
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Hüftgelenkschmerz
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HWS-Schmerzen
I
Idiopathische Kopfschmerzen,
Iliosakralgelenk,
Impingement,
Insertionstendinopathie,
Infektiöse
Gelenkentzündung,
Interkostal-Neuralgie,
Insertionstendopathien,
Ischias (1),
Ischiasneuralgie,
Ischias
(www.ischias.co.uk)
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Ischämie (www.ischämie.com
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Ischiasschmerz
K
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Kiefergelenkserkrankung,
Kieferschmerzen,
Kniegelenkschmerzen,
Kniegelenkserkrankungen,
Kniegelenksschmerzen,
Kniescheibenschmerzen,
Knieschmerz (www.knieschmerz.net),
Knieschmerzen,
Knorpelkrankheit,
Knochenentzündung (www.knochenentzuendung.com),
Knochenhautentzündung,
Knochenkrankheiten,
Knochenmarkentzündungen,
Knochenschmerzen (www.kochenschmerzen.org),
Knorpelerweichung,
kombinierte
Kopfschmerzen, Kompartementsyndrom,
Kompressionsneuropathie,
Kompressionssyndrom, Kompartmentsyndrom, Kopfschmerz
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Kyphose
L
Leibschmerzen, Leistenschmerzen,
Lendenschmerzen,
Lendenwirbelsäulenschmerzen,
Lendenwirbelschmerzen,
Lippenbrennen,
Lippenschmerzen,
Logensyndrom (www.logensyndrom.de),
Lumbalschmerzen,
Lunatumnekrose
(www.lunatumnekrose.com),
Lymphstau (www.lymphstau.com),
LWS-Schmerzen
M
Magenschmerzen, Mastodynie,
Melalgie,
Meniskopathie (www.meniskopathie.de),
Metatarsalgie,
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Monoarthritis,
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muskuloskelettale Schmerzen,
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Myofaciale Dysfunktion,
myofasziale Schmerzen,
myofasciale
Schmerzen, myofasciales Schmerzsyndrom
N
Nackenkopfschmerz,
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Nasennebenhöhlenentzündungen,
Nasenschmerzen,
Nervenkompressionssyndrom,
Nervenwurzelentzündungen,
Nervenwurzelkompressionssyndrom,
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Nervenschaden, Neuritiden,
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O
Oberarmschmerzen, Oberbauchschmerzen,
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Otalgie,
Otalgie,
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P
Patellaschmerzen,
Pelvipathiesyndrom,
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humeroscapularis, Periarthropathie (www.periarthropathie.de),
primäre Kopfschmerzen,
perineale Schmerzen,
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Polyneuropathische
Schmerzen,
Post-zoster-Neuralgie,
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Q
Querschnittslähmung,
Querschnittlähmung,
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R
Rachenschmerz,
Radikuläres Syndrom,
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Reaktive Gelenkentzündung,
Rectumresektion,
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Retropatellare Arthrose,
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Rheumatoide Gelenkentzündung,
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S
Sacroiliitis,
Sakroiliakalgelenk,
Schambeinschmerzen,
Schaufensterbeine,
Scheuermannsche Erkrankung,
Schienbeinschmerz,
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der Bauchhöhle,
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Schmerzen bei
Berührungen,
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Schmerzen bei
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Brustkorb,
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(Flanken), Schmerzen
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Leibes),
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Osteoporose, Schmerzen im Rachen,
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Steiß,
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Steißbein, chronische
Schmerzen im
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(www.schulter-schmerzen.de)
(2),
Schulter-Arm-Schmerzen,
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T
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U
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V
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W
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Wirbelsäulenschmerzen,
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Z
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aktualisiert: >02.06.2006</> k u
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